Aktuelles rund um Ausgestaltung und Finanzierung der Gästekarte Sommer 21

Neueste Entwicklungen

Nach der Sitzung der beiden Gemeindeparlamente zu SDT-Budgetanträgen, zog der Vorstand der IG am 25. Mai erneut Zwischenbilanz.

Wir haben folgende Schritte beschlossen:

  • Aussprache: Die beiden IGs laden die Gemeindepräsidenten zu einer Aussprache ein. Dabei soll auch die künftige Zusammenarbeit zwischen den IGs  und den Gemeinden thematisiert werden.
  • Rechtliches: Wir führen Abklärungen über mögliche rechtliche Konsequenzen weiter.
  • Engagement: Alle unsere Partnerschaften mit einheimischen Organisationen pflegen wir weiterhin mit dem bisherigen Engagement.

Zur Sitzung der beiden Gemeindeparlamente am 21. Mai:

  • Am 21. Mai hat die gemeinsame Sitzung der Gemeinderäte von Tujetsch und Disentis stattgefunden. Die Beschlüsse wurden einstimmig getroffen.
  • Die Einschätzung, worüber die Räte befunden haben, finden sich in der Medienmitteilung der beiden Gemeindepräsidenten.

Die Berichterstattung in „La Quotidiana“ ist ergänzt mit einem Kästchen „Zwei Kategorien von Gästen, das geht nicht“, wo unsere Präsidentin Vreni Müller-Hemmi Stellung bezieht:

Die IG Sedrun und IG Disentis der Zweitheimischen kämpfen weiterhin für eine gerechtere Gästekarte. Wie Vreni Müller-Hemmi, Präsidentin der IG Tujetsch, auf Anfrage der FMR (Fundaziun Medias Rumantschas) erklärte, ist unverständlich, dass das Gratisangebot der Bergbahnen für die Zweitheimischen auf sieben aufeinanderfolgende Tage beschränkt ist. Für andere Gäste gebe es keine solche Einschränkung. Die Zweitheimischen fühlten sich dadurch diskriminiert. Dies hätten sie schon vor der Sitzung der beiden Gemeinderäte in einer gemeinsamen Position beanstandet (La Quotidiana hat am 18. Mai darüber berichtet). An dieser Kritik hat die Sitzung der beiden Parlamente nichts geändert. Trotzdem wollen die Zweitheimischen mit den Gemeinden den Dialog suchen und das Thema Rechtssicherheit einbringen. Denn auf ihre Anmerkungen bezüglich der gesetzlich vorgegebenen Rechte und Pflichten seien die beiden Parlamente nicht wirklich eingetreten. Wenn die beiden Gemeindevorstände Rechtssicherheit wollten, könne der Vertrag mit den Bergbahnen nicht in die Praxis umgesetzt werden. Bleibe es jedoch so, müssten die beiden IG`s der Zweitheimischen den Rechtsweg beschreiten. «Wir wollen nichts mehr und nichts weniger als Rechtssicherheit» erklärte Vreni Müller-Hemmi gegenüber FMR. Dies bedeute, dass die bestehenden kommunalen und kantonalen Gesetze ernst genommen werden müssten. In diesen Gesetzen würden die Feriengäste nicht in zwei Kategorien aufgeteilt.

Was geschah vorher

Am 21. Mai treffen sich die beiden Gemeinderäte von Tujetsch und Disentis/Mustér zu einer gemeinsamen Sitzung. Dabei steht die Ausgestaltung und Finanzierung der Gästekarte für die kommenden Jahre zur Debatte.

Dieses Geschäft ist von enormer Tragweite für alle Gäste und insbesondere uns Zweitheimische. Geht es doch darum, wer in Zukunft über die Verwendung der Gästetaxen und damit über wichtige Aspekte der Tourismusentwicklung der Region befindet, die Bergbahnen oder die damit von den Gemeinden beauftragte, 2020 neu konzipierte Sedrun Disentis Tourismus AG (SDT SA).

Die beiden IGs von Tujetsch und Disentis haben deshalb die Botschaft der beiden Suprastonzas (Exekutive) genau analysiert und ihre detaillierten Anmerkungen allen Mitgliedern der beiden Gemeinderäte (Legislative) zur Kenntnisnahme persönlich zugestellt.

Hier finden Sie die Links zur Botschaft der Suprastonzas, Anmerkungen der IGs deutsch und romanisch.

Unsere Stellungnahme in „La Tuatschina“ vom 21. Mai

Presseartikel zum Thema:

La Quotidiana vom 18. Mai

Südostschweiz vom 17. Mai

Medienmitteilung vom 5. Mai und Reaktionen

Die Gästekarte Sommer 2021 beschränkt die Leistungen für Zweitwohnungsbesitzende in diskriminierender Weise. Die beiden IGs Tujetsch wehren sich in einer Medienmitteilung vom Mittwoch, dem 5. Mai in aller Form gegen die Einstufung als „Zweitklasse-Gäste“.

Medienmitteilung IG Tujetsch IG Disentis zu Gästekarte 2021

Bereits am Dienstag führte Radiotelevisiun Svizra Rumantscha (RTR) ein Gespräch mit den beiden Präsidentinnen. Den Beitrag hören Sie hier

Am Freitag fasste das Regionaljournal Graubünden nach (ab Minute 6′ 15“)

Auch am Freitag erschien ein Beitrag in „La Quotidiana

Bereits am 6. Mai war die Angelegenheit der Südostschweiz eine kurze Meldung wert.