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Jährlicher Info-Anlass
Der Andrang war gross an der Informationsveranstaltung für Ferienwohnungsbesitzende und Gäste, an der Gemeindepräsident Martin Cavegn über Herausforderungen, anstehende Projekte und Aktuelles aus der Gemeinde berichtete.
Die Verantwortlichen wurden vom grossen Interesse überrascht. Gegen 200 Zweit- und Einheimische wollten am 29. Juli 2025 vom Gemeindepräsident Martin Cavegn persönlich erfahren, wie sich die Gemeinde Tujetsch entwickelt und was für Herausforderungen sich den Verantwortlichen stellen.
Bevölkerungsentwicklung und Wohnraum
Die Herausforderungen für die Gemeinde Tujetsch sind zahlreich und vielfältig. Sorgen machen zum Beispiel die Bevölkerungsentwicklung und der Wohnungsmarkt, was Martin Cavegn in eindrücklichen Zahlen aufzeigte. Einer zunehmenden Abwanderung steht eine markante Überalterung gegenüber. Verschärft wird dieses Problem durch fehlenden Wohnraum für die einheimische Bevölkerung. Von den insgesamt knapp 1800 Wohnungen sind rund 1300 Ferienwohnungen – also mehr als 70 Prozent. Die Preise für Zweitwohnungen sind seit 2018 um über 65 Prozent gestiegen. Wenig erstaunlich, dass Wohnungen, die nicht dem Zweitwohnungsgesetz unterliegen, als Ferienwohnungen verkauft werden. Martin Cavegn erläuterte die Möglichkeiten für Wohnraumförderung durch die Gemeinde, die jedoch durch restriktive gesetzliche Vorgaben stark eingeschränkt sind.
Die Herausforderungen für die Gemeinde Tujetsch sind zahlreich und vielfältig. Sorgen machen zum Beispiel die Bevölkerungsentwicklung und der Wohnungsmarkt, was Martin Cavegn in eindrücklichen Zahlen aufzeigte. Einer zunehmenden Abwanderung steht eine markante Überalterung gegenüber. Verschärft wird dieses Problem durch fehlenden Wohnraum für die einheimische Bevölkerung. Von den insgesamt knapp 1800 Wohnungen sind rund 1300 Ferienwohnungen – also mehr als 70 Prozent. Die Preise für Zweitwohnungen sind seit 2018 um über 65 Prozent gestiegen. Wenig erstaunlich, dass Wohnungen, die nicht dem Zweitwohnungsgesetz unterliegen, als Ferienwohnungen verkauft werden. Martin Cavegn erläuterte die Möglichkeiten für Wohnraumförderung durch die Gemeinde, die jedoch durch restriktive gesetzliche Vorgaben stark eingeschränkt sind.
Viele Projekte
Was wohl die meisten Anwesenden besonders interessierte: Wann geht es los mit dem Resort Dieni? Ursprünglich war der Baustart für 2025 vorgesehen, aktuell rechnen die Verantwortlichen mit einem Baubeginn 2027. Sehr viel rascher vorwärts gehts mit dem Ortsbus, eine Voraussetzung für den Bau des Resorts. Bereits mit Beginn der Wintersaison 2025 soll er, wenn die Genehmigung des Kantons Graubünden erteilt wird, provisorisch eingeführt werden. Vorgesehen ist, dass der Bus auch Selva und Tschamut anfahren wird.
Was wohl die meisten Anwesenden besonders interessierte: Wann geht es los mit dem Resort Dieni? Ursprünglich war der Baustart für 2025 vorgesehen, aktuell rechnen die Verantwortlichen mit einem Baubeginn 2027. Sehr viel rascher vorwärts gehts mit dem Ortsbus, eine Voraussetzung für den Bau des Resorts. Bereits mit Beginn der Wintersaison 2025 soll er, wenn die Genehmigung des Kantons Graubünden erteilt wird, provisorisch eingeführt werden. Vorgesehen ist, dass der Bus auch Selva und Tschamut anfahren wird.
Im Rahmen eines Mitwirkungsverfahrens wurde erhoben, welche von sechs ausgewählten Projekten weiterverfolgt und umgesetzt werden sollen. Einzig die Fussgängerbrücke von der Via Dentervitgs zur Via dil Bogn wurde klar als unnötig empfunden. Gleichviele Ja- wie Nein-Stimmen erhielt die Zipline beim Lag da Claus. Die Aufwertung des Platzes bei der Halle Dulezi und der Ausbau des Spielplatzes Drun stiessen auf grosse Zustimmung. Auch der Velo- und der Kletterpark beim Lag da Claus wurden positiv aufgenommen. Die Projekte werden nun ausgearbeitet und die Gemeindeversammlung wird bestimmen, ob und wann sie umgesetzt werden.
Mit zusätzlichen Sanitär- und Aufenthaltsräumen soll der Campingplatz noch attraktiver werden. Für den geplanten Ausbau muss ein Teil des benötigten Landes durch den Kanton umgezont werden. Der Zeitplan für die Realisierung ist noch offen. Auch die Sanierung des Bahnhofs verzögert sich. Stand heute ist der Baustart für 2029 vorgesehen, die Inbetriebnahmen 2031.
Investieren für den Tourismus
Beim Bau der beiden neuen Sesselbahnen im Val Val sind unerwartet grosse Hindernisse aufgetaucht. Die Ermittlung der Gefahrenstufen duch den Kanton Graubünden hat ergeben, dass sich die Talstation in Val Val neu in der Gefahrenzone 1 befindet, weshalb in den Ost- und Westhängen grosse Investitionen in den Lawinenschutz getätigt werden mussten.
Wer den Hang von Dieni Richtung Milez hinaufschaut, sieht, dass die Bauarbeiten für die Beschneiungsanlage der neuen Piste Mulinatsch-Sudada bereits begonnen haben.
Es wurde und wird viel investiert für den Tourismus im Val Tujetsch. Dabei liegen die jährlichen Ausgaben deutlich höher als die Einnahmen durch die Gästetaxen. Möglich ist dies nur, machte Martin Cavegn klar, dank den jährlichen Einnahmen aus Wasserzinsen, die für die Gemeinde eine wichtige Einnahme sind.
Nach vielen weiteren interessanten Informationen und einem grossen Applaus gab es einen regen Austausch beim von der IG Tujetsch offerierten Apéro.
Text: Susanna Heckendorn, Foto: René Rohner